Coco Liebminger | Identität & Nervensystem | Systemische Mentorin für Frauen | @corina.liebminger_
Lass uns zusammen
Dauerfunktion
verlernen.
Wer bist du, wenn du niemand sein musst?


Ich bin Coco.
"Ich bin nur noch Mama" - das höre ich sehr oft. Leider, denn es drückt einen Schmerz aus, der schwer in Worte zu fassen ist. Mama sein bedeutet von früh morgens bis nachts zu funktionieren. Den Kaffee kalt zu trinken, weil alle anderen zuerst kommen. Oder wegen Kleinigkeiten auszuflippen, obwohl du dir vorgenommen hattest es nicht zu tun. Es bedeutet sich von wildfremden Menschen kritisieren zu lassen, dass du nicht genug für sein Kind oder alles falsch machst - und ewig darüber nachzugrübeln, ob es stimmt.
Das alles hält dich ganz unbewusst in der Dauerfunktion. Deine Ansprüche an dich sind hoch - genauso wie dein innerer Druck. Du spürst die Sehnsucht nach dem Leben vor deinem Kind und hast schneidende Schuldgefühle, weil solche Gedanken aufkommen.
Das alles möchte ich ändern. Ich begleite Frauen dabei aus diesem Drahtseilakt auszusteigen. Ich will auf keinen Fall, dass Frauen lernen, noch besser zu funktionieren - ich will, dass sie aufhören zu "müssen" und trotzdem das leben Leben, dass sie so sehr wünschen. Zusammen mit ihrem Kind.
Du stehst innerlich unter Strom.
Oder wie ich es nenne:
Dein Nervensystem brüllt dich an.

Es gibt diese Momente. Die, in denen alles schwer ist, obwohl eigentlich gar nichts passiert ist.
Wenn dein Partner fragt, wo die Kindersocken sind. Du weißt es natürlich - und merkst gleichzeitig, wie sich in dir etwas zusammenzieht. Wenn dein Kind müde, laut und kurz vorm Meltdown ist. Und obwohl du dir vorgenommen hast, dass du Verständnis zeigst, sprichst du plötzlich schärfer als du willst. Oder wenn jemand von außen einen beiläufigen Kommentar macht wie: „Also ich hätte das ja anders gemacht.“ Du nickst, sagst aber nichts - und im Inneren reißt es dich zwischen Wut und Zweifeln hin und her.
All das passiert nicht, weil du zu wenig reflektiert bist. Und auch nicht, weil du etwas falsch machst oder du dich zu wenig zusammenreißt.
Es passiert, weil dein System seit langer Zeit unter Spannung steht.
Du hast es nur erst bemerkt, als du Mama geworden bist.
Die Wahrheit ist: Du bist erschöpft davon, dich ständig im Griff zu behalten. Du erklärst dir dein Verhalte, analysierst dich und bist noch härter zu dir.
Jedes Mal hoffst du insgeheim, dass du es diesmal halten kannst, wenn dein Kind laut wird. Dass du ruhig bleibst, wenn dein Partner wieder nicht mitdenkt. Dass dich der nächste Kommentar von außen nicht so trifft wie der letzte.
Du bist längst Expertin darin, dich zusammenzureißen.
Was du brauchst ist Expertin darin zu werden, es nicht mehr zu tun.
Stell dir vor...
… du wachst morgens auf und dein erster Gedanke ist nicht, was heute alles von dir gebraucht wird. Sondern du liegst einfach da und spürst, wie gut sich dein weiches, warmes Bett anfühlt.
… dein Kind ist laut, fordernd, emotional und du bleibst bei dir, ohne dich innerlich zusammenzureißen oder danach völlig leer zu sein.
… du triffst Entscheidungen aus Klarheit, nicht mehr aus Schuld, Pflichtgefühl oder der Angst, es falsch zu machen.
… jemand von außen sagt, wie man es „richtig“ macht – und es berührt dich nicht einmal mehr. Du kannst sogar darüber lächeln.
… dein Partner übernimmt Verantwortung, weil du aufgehört hast, dich automatisch für alles zuständig zu fühlen.
… du bist Mama. Und gleichzeitig bist du endlich wieder du.
Das hier ist kein Idealzustand. Kein „wenn alles perfekt läuft“. Es ist das Ergebnis, wenn dein System aufhört, ständig gegen sich selbst zu arbeiten.
In meiner Begleitung geht es nicht darum, noch besser zu funktionieren. Es geht darum, dass dein Nervensystem aus der Daueranspannung kommt und du aufhörst, dich selbst zu übergehen. Wir arbeiten nicht einfach an Symptomen - sondern an dem Punkt, an dem sich dein Alltag entscheidet.

Mariyana P.
Kim B.
Corinna W.
„Look closely at the present you are constructing. It should look like the future you are dreaming.“ - Alice Walker